Hainaer Klosterapfel
Lasst Früchte Freundschaft tragen im Bund mit der Natur
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Bei einem Wirte wundermild Es war der gute Apfelbaum, Es kamen in sein grünes Haus Ich fand ein Bett zu süßer Ruh' |
Nun fragt' ich nach der Schuldigkeit, Ludwig Uhland |
Das Projekt des Bund für Umwelt und Naturschutz Waldeck-Frankenberg (BUND) wirbt für Streuobst-Patenschaften.
Seit Jahrhunderten bestehen Streuobstflächen um das Kloster Haina. Einstmals von den Mönchen kultiviert, spiegeln die Apfelbäume als uralte Symbole der Fruchtbarkeit heute noch den Abglanz vergangener und geträumter Paradiesgärten wider.
Bäume, die uns Nahrung schenken, lehren uns Ehrfurcht, mit der sie früher betrachtet und behandelt wurden. Sie lassen uns die Schönheit im Wandel der Jahreszeiten erleben und die kleinen Wunder, an denen wir täglich vorübergehen, gewahr werden.
Streuobstwiesen bergen wahre Naturschätze: Unter den urigen Baumgestalten lassen sich manche alte Sorten, die heute kaum noch existieren, finden oder noch entdecken, und sie bieten außerdem Lebensraum für viele bedrohte Tiere.
Unser BUND-Kreisverband Waldeck-Frankenberg setzt sich mit diesem Projekt für die Rettung und den Erhalt der alten Streuobstwiesen um das Hainaer Kloster ein und schloss im März 2004 mit dem Landeswohlfahrtsverband Haina einen Pflegevertrag ab. Seit den 60er Jahren waren die Bäume nicht mehr genutzt oder gepflegt worden und drohten langsam abzusterben. Das wollen wir vom BUND durch behutsame Baumpflege und Neuanpflanzung alter Sorten verhindern. Wir haben Nistkästen aufgehängt, Ruhebänke aufgestellt, ein kultur-historischer Apfellehrpfad befindet sich in der Planung.
Obstbäume brauchen Freunde. Damit die alten Apfelbäume eine echte Zukunftschance haben, möchten wir Patenschaften werben, die durch ihre finanzielle Unterstützung dazu beitragen, die Schönheit und Nutzung der Bäume zu sichern. Mit Übernahme einer Patenschaft in Höhe von € 20,00 pro Jahr werden die Paten zu Teilhabern am jährlichen Apfelertrag und kommen so in den unverfälschten Genuss gesunden Obstes.
Sie können mit unserer Hilfe ihre Äpfel ernten. Mit uns ist aber auch gut Kirschen essen und sogar Walnüsse gibt es zu knacken!
Naturfreunde sind gesundheitsbewusste Genießer - mit unserem Verhalten entscheiden wir, ob die Streuobstwiesen, die ein Stück Heimat und Kulturgeschichte Haina Klosters sind, erhalten bleiben.
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