BUND-Kreisverbände aus Hessen treffen sich zur Tagung und zu Wanderungen im Kellerwald
Scharfe Kritik an Änderungsplänen des Ministers
HAINA-BATTENHAUSEN
(r). Zur Landessitzung der Vertreter der Kreisverbände des Bundes für
Umwelt- und Naturschutz (BUND) Hessen trafen sich BUND-Abgeordnete im
Kellerwald. Unterkunft fanden die Teilnehmer im Gasthof „Zum Hohen
Lohr" in Battenhausen.
Neben Themen der
Kreisverbandspolitik, der Verkehrspolitik, dem Flughafenausbau
Frankfurt, der Jugendarbeit und Umweltpolitik des BUND wurde die
geplante Änderung des Hessischen Naturschutzgesetzes diskutiert (WLZ-FZ
berichteten). Die BUND-Kreisver-bände kritisierten scharf die von der
Landesregierung unter Umweltminister Wilhelm Dietzel geplante Änderung,
die zugunsten der wirtschaftlichen Entwicklung weitgehende
Einschränkungen im Naturschutz vorsieht. So sollen
Landschaftsschutzgebiete aufgehoben werden und bisher unter Schutz
stehende Landschaftselemente wie Streuobstwiesen, Hecken und
Trockenmauern nicht mehr geschützt sein.
„Das ehrenamtliche Engagement von Naturschützern ist nicht mehr gefragt, dagegen wird den Nutzern Tür und Tor weit geöffnet, um Wirtschaftsinteressen zu genügen", erläuterte Viola Wagner, Kreisvorsitzende in Waldeck-Frankenberg (Altenhaina). „DerBUND-Landes-verband und seine Untergliederungen in den Kreisverbänden sind empört, dass die hessische Landesregierung keine Skrupel zeigt, die für alle Menschen wichtigen Lebensgrundlagen weiter zu zerstören, kurzsichtigen Wirtschaftsinteressen zu opfern", sagte Viola Wagner.
Zerstreuung
und Bestärkung, sich weiterhin für die Natur einzusetzen, fanden die
Teilnehmer bei Wanderungen im Hohen Keller, zum Wüstegartenturm und
nach Haina sowie auf dem Streuobstwiesenweg. Die Teilnehmer waren sich
darin einig, dass der Erhalt des Naturparks Kellerwald sowie der
übrigen hessischen Naturparks gesichert werden muss, auch im Interesse
der weiteren Entwicklung eines umweltfreundlichen Tourismus.

Vertreter der hessichen BUND-Kreisverbände trafen sich zum Tagen und Wandern im Kellerwald.
Quelle: WLZ vom 5. Oktober 2006
BUND kritisiert
■ Waldeck-Frankenberg.
Vertreter der BUND-Kreis-verbände Hessens trafen sich im Kellerwald, um über die Änderung des hessischen Naturschutzgesetzes zu diskutieren. Neben Themen der Kreisverbandspolitik, der Jugendarbeit und dem Flughafenbau in Frankfurt stand vor allem die geplante Änderung des Hessischen Naturschutzgesetzes auf dem Programm.
Die Teilnehmer kritisierten die geplanten Änderungen von Umweltminister Dietzel zugunsten der Wirtschaft und gegen den Naturschutz scharf. Nach dem neuen Gesetz sollen viele Landschaftsschutzgebiete aufgehoben werden. Bisher unter Schutz stehende Landschaftselemente wie Streuobstwiesen, Hecken und Trockenmauern wären dann nicht mehr geschützt. (red)
Quelle: Eder-Diemel-Tipp vom 14. Oktober 2006
