Die Legende von der Fahrzeitverkürzung

a² + b² = c²

 

 

 

"Gut eine halbe Stunde Fahrzeitersparnis und 30 km verkürzte Wegstrecke wird die neue Bundesfernstraße bringen" so die Argumentation der Befürworter.

Auch die Machbarkeitsstudie Krombach - Hattenbach (Drecker 2007) schreibt von einer Baulänge von 112,3 km. Allerdings wird nicht erwähnt, dass die vorhandenen Straßen in dieser Betrachtung nicht mitgerechnet werden.

 

 

Vor dem Rechnen (und Sparen ?) zunächst ein Blick von oben:

Vergleichsgrafik (Satellitenbild von Google-Earth TM)

Die vorhandene Autobahnstrecke über Gießen - weiße Linie

Die gefühlte Abkürzung in den Köpfen - grüne Linie

Und das ist die Wirklichkeit!
Die tatsächliche Planung - rote Linie

 

Entfernungen Olpe Autobahnkreuz Süd nach dem Hattenbacher Dreieck

Bisherige Strecke über Gießen (nur über Autobahnen und Schnellstraßen):

163 km

Über die neu geplante Trasse: Autobahnkreuz Olpe-Süd bis neue Abfahrt Buschhütten (16km) + die kürzeste Strecke aus der aktuellen Planung über Frankenberg (112,4 km) nach Alsfeld-West + zum Hattenbacher Dreieck (24km)

152 km

Ersparnis in Kilometer durch die Neubaustrecke

11 km

Zeitersparnis durch die Neubaustrecke (Strecken werden mit 100 km/h gefahren):

7 min

oder angenommen, die neue Strecke wird als moderne drei oder vierspurige Bundesfernstraße gebaut und ist mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 95 km/h zu befahren, während auf der vorhandenen Autobahn 120 km/h gefahren wird. Der Kraftfahrer verliert Zeit durchs Rothaargebirge. Hier ist die vorhandene Autobahn die bessere Wahl. Zeitdefizit über die neue Strecke:

- 15 min

Entfernungen Kreishaus Siegen (Büro Landrat Breuer) zum Hattenbacher Dreieck
Bisherige Strecke über Gießen (nur über Autobahnen und Schnellstraßen) 146 km
Über die neu geplante Trasse: Kreishaus- bis neue Auffahrt Buschhütten 10 km + die kürzeste Strecke aus der aktuellen Planung über Frankenberg nach Alsfeld- West (112km)+zum Hattenbacher Dreieck (24km) 146 km
Ersparnis durch den Neubau : 0, Km nichts

 

Fazit: Wesentliche Zeit und Kilometereinsparungen sind nicht zu erwarten. Zu mindestens rechtfertigen diese nicht die Ausgaben von 1.720.400.000,00 Euro und diese gigantische Naturzerstörung!

Quelle: www.a4-nein.de