Kassel Donnerstag, 21.05.
Nordhessen hat einen neuen Regierungspräsidenten. Innenminister Volker Bouffier (CDU) hat am Mittwoch den früheren Landtagsabgeordneten Walter Lübcke in Kassel in sein Amt eingeführt.
Der 55 Jahre alte Christdemokrat löst Lutz Klein ab, der das Amt seit 2003 innehatte. Klein hätte eigentlich schon im vergangenen Jahr nach seinem 65. Geburtstag ausscheiden sollen. Wegen der unklaren Lage zwischen den beiden Landtagswahlen 2008 und 2009 hatte Bouffier seinen Parteifreund aber gebeten, noch im Amt zu bleiben. Der promovierte Diplom-Ökonom Lübcke saß zehn Jahre im Landtag. Bei der Wahl im Januar hatte er seinen Wahlkreis verloren.
Bouffier nannte die großen Verkehrsprojekte das wichtigste Thema der nächsten Jahre in Nordhessen. In den vergangenen Jahren sei es gelungen, für Nordhessen wichtige Infrastrukturprojekte auf den Weg zu bringen, die jetzt die Chance auf endgültige Verwirklichung hätten. "Die Entwicklung in der Region Bad Hersfeld hat in den vergangenen Jahren den eindrucksvollen Beleg gebracht, dass eine gute Verkehrsanbindung die Grundvoraussetzung für eine positive Entwicklung der Wirtschaft ist." Deshalb müssten die übrigen Projekte in Nordhessen zügig umgesetzt werden.
"In den kommenden fünf Jahren wollen wir den Ausbau der Autobahnprojekte A44 und A49, den Bau der Verbindung Olpe-Hattenbach als kreuzungsfreie Fernstraße und den Ausbau des Landeplatzes Kassel- Calden zu einem leistungsfähigen Regionalflughafen entscheidend voranbringen", sagte Bouffier. Das Regierungspräsidium in Kassel habe bei diesen Projekten eine herausragende Funktion. Es sei daher wichtig, die Leitung in die Hände eines Mannes zu geben, der sich mit diesen Projekten "vollständig identifiziert". (dpa)
