Der Landkreis Waldeck-Frankenberg am 26. Oktober 2007 auf der Internetseite:
 
Die positiven Signale aus dem Bundesverkehrsministerium zum Bau einer Fernstraßenverbindung im Zuge der Autobahn A 4 stellen für die künftige Entwicklung Waldeck-Frankenbergs eine große Chance dar. Landrat Eichenlaub sieht darin auch eine Bestätigung für den jahrelangen gemeinsamen Einsatz mit der Wirtschaft in der Region für den Lückenschluss zwischen Olpe und Hattenbach. 
 
In einer Resolution hat der Kreistag Waldeck-Frankenberg am 20. September gegen die Stimmen von SPD, Grünen und Linken den Bau einer Bundesfernstraße auf einer Nordtrasse durch den Landkreis gefordert. In der Resolution wurde besonders auf die struktur- und regionalpolitischen Aspekte hingewiesen. Landrat Eichenlaub: „Die Vorteile für die heimische Wirtschaft sowie für die positive Weiterentwicklung unseres Kreises haben auch beim hessischen Wirtschaftsminister Dr. Rhiel Gehör gefunden.“ In seinem Schreiben vom 17. Oktober an den Landrat führt der Wirtschaftsminister aus, dass die in der Resolution angesprochenen regionalen Aspekte bei der weiteren Planung angemessen Berücksichtigung finden müssen. 
 
Mit der von der Wirtschaft und der Politik erstellten Machbarkeitsstudie ist die Realisierbarkeit nachgewiesen worden. Wenn sich jetzt der Bund des Themas wieder annimmt, besteht eine realistische Chance, dass die für die Region wichtige Fernstraße in der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans Aufnahme findet. Die Länder Nordrhein-Westfalen und Hessen haben nun Rückendeckung für weitere Planungen. 
Landrat Eichenlaub fordert die Kommunen im Landkreis auf, dem Beispiel des Kreises und einiger Städte und Gemeinden, darunter Frankenberg, zu folgen und ihrerseits Resolutionen zum Bau der Fernstraße zu verabschieden. Damit würde in der jetzigen Frühphase deutlich, dass alle Kommunen im Landkreis an einem Strang ziehen und eine Verbesserung der Verkehrsanbindung unseres Raumes wollen. Es gehe nicht um ideologische Fragen, sondern darum, ob Waldeck-Frankenberg zukunftsfähig bleibe. 
 
Landrat Eichenlaub: „Die ablehnende Haltung der Genossen in Waldeck-Frankenberg wirkt mehr als fragwürdig, wenn sich die SPD in Nordrhein-Westfalen und in der großen Koalition in Berlin positiv zur weiteren Planung äußert. Reinhard Kahl sollte sein persönliches Karriereziel, bei der kommenden Landtagswahl noch einmal erster Sieger im Wahlkreis zu werden, dem Wohl der Region unterordnen und erkennen, dass er bei Frau Ypsilanti ohnehin nicht erste Wahl ist.“ 
 
Die Kreiskoalition von CDU, FWG und FDP habe bewiesen, dass sie geschlossen für eine Verbesserung der Verkehrsanbindung der Region einstehe. Sie kämpfe für Straßen und Schienenverbindungen in der Region. Es wäre schön, wenn sich auch SPD und Grüne positiv einbringen würden. Waldeck-Frankenberg brauche Ortsumgehungen und eine Fernstraßenverbindung. 
 
Der Kreis sucht auch den Anschluss auf der Schiene. Insbesondere hier muss ein Ausgleich zwischen den Wünschen von Kassel und der Fläche geschaffen werden. Die Ausgaben für die Untertunnelung des verwaisten Hauptbahnhofs Kassel, die Wendeschleife der Straßenbahn am Auestadion sowie die Kosten für die Regiotram haben mit dazu geführt, dass für den notwendigen Lückenschluss zwischen Frankenberg und Korbach die Mittel fehlen. Hier sind auch die Genossen gefragt, in den entsprechenden Gremien mäßigend auf die Kasseler Forderungen einzuwirken, betont der Landrat. Dem Landkreis Vorwürfe zu machen, sei unehrlich und zeuge von reinem Oppositionsgehabe, ohne die tatsächlichen Gründe zu nennen oder zu kennen, so der Landrat auf die Vorwürfe der SPD, auch eine Fortführung der Kurhessenbahn bis Herzhausen bleibe eine Lücke.

 

Quelle: www.landkreis-waldeck-frankenberg.de