Konfliktschwerpunkte im nordwest-hessischen Waldareal
Zerschneidungen entlang des Korridors Rothaargebirge-Kellerwald-Knüll
Robuste Korridore verlaufen aus dem Hessischen Rothaargebirge, dem einzigen gesicherten Wildkatzenvorkommen im nordwest-hessischen Waldareal, in den Burgwald und den Kellerwald.
Dabei werden die Bundesstraßen B 236, B 252 und B 253 gequert.
Der von der Sackpfeife aus dem Rothaargebirge her verlaufende Korridor quert die B 253 und die B236 südlich Battenberg, um schließlich nach Querung der B 252 zwischen Ernsthausen und Burgwald in den Burgwald einzumünden.
Ein zweiter Korridor verläuft nördlich von Frankenberg, überquert nördlich von Viermünden die Eder und die B 252, um in den nördlichen Kellerwald einzumünden. Der weitere Korridorverlauf kreuzt südlich von Frankenau die B 253 in südöstlicher Richtung quer durch den zentralen Kellerwald und verläuft nördlich von Gilserberg über die B 3 nach Osten in Richtung Knüll-Gebirge. Die dabei kaum zu überwindende Barriere der BAB 49 neu, insbesondere im Abschnitt zwischen Jesberg und Neustadt, wurde bereits mehrfach genannt. Auf der Höhe zwischen Kirchlotheim und Schmittlotheim, im Westen des Nationalparks Kellerwald-Edersee, vereinigen sich östlich der B 252 aus dem Rothaargebirge und dem Arnsberger Wald kommende Korridore.
Eine besondere Chance in der Verbindung Rothaargebirge – Burgwald besteht aktuell durch die Verlegung der B 252 als Ortsumgehung um Münchhausen und Ernsthausen am Westrand des Burgwaldes.
Im Zuge der zu bauenden Ortsumgehungen besteht die Möglichkeit planungsrechtlichen Eingriffsausgleich zu schaffen, indem der Korridor von der Sackpfeife in den Burgwald, der gleichermaßen als Rothirschfernwanderwechsel bekannt ist, stabilisiert wird.
Fazit:
Wir schlagen vor, das als erster Bauabschnitt der Biotopverbundkorridore in unseren Bereich die Verbindung Rothaargebirge – Burgwald hergestellt wird.
Durch den Wildkatzenlauf ist die Möglichkeit der Einrichtung gestiegen, die Problematik der Populationseinschränkung der Wildtiere ist durch Berichterstattung in den örtlichen Medien der Bevölkerung bewusst geworden.
Die Akzeptanz ist größer geworden.
Vorschlag für Maßnahmen: Grünbrücken für die Bundestraßen B253, B236 und B252.
Bei der offen Landschaft zwischen Battenberg-Frohnhausen und Wollmar eine Bepflanzung. Und auch dasselbe zwischen Birkenbringhausen, Wiesenfeld und Rosenthal-Roda.
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