Die Wildkatze

Der Wildkatze eine Zukunft ermöglichen
Es gibt Katzen. Und es gibt Wildkatzen. Sie sind miteinander verwandt, aber ihre Wege trennten sich bereits vor vielen zehntausend Jahren. Die einen sind anschmiegsame Gefährten des Menschen. Die anderen bekommt kaum jemand zu Gesicht, weil sie scheu und zurückgezogen im Wald leben - und weil es nur noch rund 3000 von ihnen in ganz Deutschland gibt. In vielen Regionen ist die Europäische Wildkatze bereits ausgestorben.
Einst war die Wildkatze in Mitteleuropa weit verbreitet. Doch im 19. Jahrhundert geriet sie ins Visier der Menschen. Nachdem Wolf, Luchs und Bär bereits ausgerottet waren, galt sie als eines der schändlichsten Raubtiere. Obwohl die Wildkatze sich vor allem von Mäusen ernährt, berichteten Gräuelgeschichten, dass sie eine Geißel
für das Jagdwild sei - vom Hasen über den Auerhahn bis zum ausgewachsenen Reh. Erst nach dem Ersten Weltkrieg, als die Bestände bereits dramatisch zurückgegangen waren, begann sich diese Einstellung zu ändern.
Die Wildkatzen konnten ihre ehemaligen Reviere bis heute nicht wieder zurückerobern. Weil die großen, abwechslungsreichen Wälder, die sie zum Überleben brauchen, abgeholzt, zerschnitten oder intensiv genutzt werden. Und weil ihre Überlebensinseln von Straßen, Siedlungen und Agrarwüsten umgeben sind. In isolierten Kleingruppen werden sie langfristig nicht überleben können.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) setzt sich dafür ein, dass die Wildkatze in Deutschland und in Europa eine Zukunft hat. Dabei geht es um mehr als die Rettung einer bedrohten Art. Wenn die Wildkatze sich wohl fühlen soll, muss auch die Umwelt intakt sein. Es geht um den Erhalt eines einmaligen Naturerbes.
Aktionsplan Wildkatze
BUND-Mitglieder haben begonnen, das Rettungsnetz für die Wildkatze aufzubauen.
Sie ...
- erforschen das Leben und die Zusammensetzung der Wildkatzenbestände in Deutschland. Geplant ist der Aufbau einer Qendatenbank;
- kartieren die Lücken zwischen den Überlebens- / inseln und suchen die besten Verbindungsmöglichkeiten;
- bauen Korridore, indem sie Hecken und Bäume pflanzen, intensive Forst- und Landwirtschaft umstellen, Straßendurchlässe anlegen, beruhigte Zonen einrichten und Flächen kaufen;
- informieren die Öffentlichkeit und Behörden, veranstalten Konferenzen und Ausstellungen, suchen das Gespräch mit Behörden, Jägerinnen, Försterinnen, Landwirtinnen, Schülerinnen und Anwöhnerlnnen.
Helfen Sie mit.
Machen Sie Werbung für die Wildkatze.
Oder fördern Sie unsere
Arbeit mit einer Spende - jeder Beitrag zählt.
Nur wenn viele Menschen die Aktion unterstützen, können wir die Wildkatze, ihre Wälder und mit ihnen viele weitere seltene Arten retten.
Weitere Informationen:
|
BUND Bundesgeschäftsstelle |
BUND Thüringen Landesgeschäftsstelle |
